Unsere Freiwilligen stellen sich in persönlichen Interviews vor und berichten von ihren Erfahrungen, den Aufgaben und besonderen Momenten während ihres Zeit bei den Camphill-Schulgmeinschaften.
Lasse dich inspirieren!
Standort: Brachenreuthe
Was hast du vor dem BFD gemacht?
„Bevor ich meinen Bundesfreiwilligendienst (BFD) begonnen habe, war ich als Au-pair bei einer Familie in Nürnberg tätig. In meinem Heimatland Indonesien habe ich zuvor als Pharmazeutisch-technische Assistentin gearbeitet. Allerdings habe ich gemerkt, dass mir etwas fehlte und ich mich in meinem gewohnten Umfeld nicht mehr richtig herausgefordert fühlte. Gleichzeitig hat mich die Arbeit mit Kindern schon immer interessiert. Ich wollte außerdem die Welt entdecken, neue Kulturen kennenlernen und meine Sprachkenntnisse verbessern. Deshalb entschied ich mich, als Au-pair nach Deutschland zu kommen. Nach acht Monaten in dieser Rolle wollte ich meine Erfahrungen im sozialen Bereich weiter vertiefen und habe mich für den BFD beworben.“
Was war deine Motivation?
„Durch meine Arbeit in Indonesien im Krankenhaus wusste ich, das mir der Umgang mit Menschen liegt und Spaß macht, jedoch habe ich vor meinem Job als Au-pair noch nie viel mit Kindern gearbeitet und das wollte ich ändern. Meine Gastmutter während meines AuPair hat als Heilerziehungspflegerin gearbeitet und so hat sie mich auf diese Stelle hier aufmerksam gemacht. Ich bin hier sehr zufrieden und die Arbeit macht mir Spaß. Ich denke auch darüber nach, mein BFD auf sechzehn Monate zu verlängern und anschließend mich für eine Ausbildung hier zu bewerben.“
Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?
„Ich arbeite von Montag bis Freitag abwechselnd in Früh- und Spätschichten in einer Wohngruppe in Brachenreuthe. Meine Frühschicht beginnt um 8:15 Uhr und endet ca. um 15:30 Uhr. Während dieser Schicht begleite ich ein Kind in die Schule und bin für sie als Unterstützung während ihrem Schulalltag dabei.“
Was gefällt dir hier besonders?
„Durch die Kinder lerne ich selbst täglich neue Dinge und stelle mich neuen Herausforderungen. Die Gartenklasse und Werkklasse, die ich mit den Kindern besuche macht mir selbst auch viel Spaß. Hier konnte ich sogar die Gebärdensprache erlenen, was mir sehr hilft, um mich mit den nicht verbal-kommunizierende Kindern zu unterhalten.“
Wo wohnst du und wo während deines BFD?
„Ich wohne derzeit am Standort in Brachenreuthe in einer WG mit anderen BFD-lern, oder Auszubildenden.“
Was empfiehlst du anderen, die sich für ein BFD interessieren?
„Die Arbeit mit den Kindern kann sehr erfüllend sein und bringt täglich neue Abwechslung.“
Standort: Bruckfelden
Was hast du vor deinem FSJ gemacht?
„Vor meinem FSJ bei Camphill habe ich 3 Jahre lang als Au Pair in Österreich sowie in Frankreich gearbeitet. Geboren bin ich in Kenia wo ich ein College besucht und Business-Management gelernt habe. Leider kam Corona dazwischen wodurch ein Schulbesuch nicht mehr möglich war. Im Zuge dessen suchte ich nach einer neuen Arbeitsstelle. Da mir die soziale Arbeit schon immer viel Freude machte, habe ich mich bei Camphill für ein FSJ beworben und konnte dies glücklicherweise auch in Bruckfelden beginnen. „
Was war deine Motivation?
„Meine Leidenschaft für diese Art von Arbeit zeigte sich in meiner Zeit als Au Pair in Frankreich, bei dem ich ein autistisches Kind betreuen durfte.
Die Arbeit mit Kindern bereitete mir schon immer Freude.Auch wenn dieser Bereich Herausforderungen mit sich bringt, bin ich die letzten Jahre stetig daran gewachsen und habe mich somit auch persönlich weiterentwickelt.“
Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?
„Mein Alltag ist sehr abwechslungsreich. Ich betreue gemeinsam mit meinen Kollegen zwei Gruppen mit insgesamt 7 Kindern.
Diese Kinder haben einen eher großen Unterstützungsbedarf. Darunter gehört unter anderem die Körperpflege, die Nahrungsaufnahme und die Betreuung bei gemeinschaftlichen Aktivitäten. Jeglichen Anforderungen in diesem Bereich komme ich gerne voller Tatendrang und Freude nach.“
Was gefällt dir hier besonders?
„Mir gefallen besonders die unterschiedlichen Aufgaben und die einzelnen Persönlichkeiten der Kinder. Auch die Arbeit im Team begeistert mich sehr“
Wo wohnst du und wo gehst du zur Schule?
„Ich wohne derzeit in einer WG mit fünf weiteren Leuten in der Nähe meiner Wohngruppe.“
Was empfiehlst du andern, die sich für ein FSJ interessieren?
„Ich kann ein FSJ bei Camphill-Schulgemeinschaften nur empfehlen, da ich immer wieder Neues erlerne und mein Wunsch, mit Kindern zu arbeiten, berücksichtigt wurde.“
Standort: Bruckfelden
Was hast du vor deinem BFD gemacht?
„In meinem Heimatland in Mexico bin ich beruflich als Schauspieler und Schauspielcoach tätig. Bevor ich bei den Camphill-Schulgemeinschaften gelandet bin, war ich eine Woche in Darmstadt in einem Seminar. Nun bin ich für ein Jahr hier.“
Was war deine Motivation?
„In der Universität in Mexico habe ich nebenbei immer gemeinschaftlichen Projekten mitunterstützt, mir ist das Thema schon immer sehr wichtig gewesen – anderen helfen, voneinander lernen, sich um jemanden kümmern. Ich glaube auch fest daran, dass es im Leben darum geht, etwas Gutes zu tun für die Gemeinschaft und persönlich daran zu wachsen. Abgesehen davon, fühle ich mich mit der deutschen Kunst und Kultur sehr verbunden. Da war mir schon schnell klar, dass ich irgendwann nach Deutschland reisen will. Während der Arbeit hier lerne ich sehr viel über die Kultur hier, aber ich nutze auch jedes freie Wochenende und mache kulturreisen in die Städte Deutschlands.“
Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?
„Derzeit arbeite ich in unterschiedlichen Früh- und Spätdiensten im Aachgrund in einer Wohngruppe mit fünf Menschen, davon sind drei Kinder und zwei Erwachsen. Hier helfe ich mit dem Frühstück und der alltäglichen Pflege der Menschen. Was ich bis jetzt sagen ist, dass ich es sehr schätze hier zu sein und anderen helfen zu können. Die Arbeit ist zwar herausfordernd, wenn alles Neu ist, aber ich mag das!
Was gefällt dir hier besonders?
„Da ich dieses unbedingt etwas soziales in meinem BFD machen wollte, bin ich hier sehr zufrieden. Mir gefällt die Verbindung, die man mit den Menschen spürt, obwohl man sie noch nicht so lange kennt. Man fühlt sich effektiv als Unterstützer in dem Leben anderer Menschen. Es freut mich sehr, wenn ich anderen Menschen helfen kann. In der aktuellen Ausbildung habe ich mehr Verantwortung als davor und ich finde das ist auch sehr gut für meine persönliche Entwicklung. Wenn ich mal nicht weiter weiß, dann sehe ich es als ein Teil meines Lernprozesses. Ich möchte Neues lernen und bei meiner Arbeit.“
Wo wohnst du während deines BFD?
„Ich wohne derzeit in einer WG mit fünf weiteren Leuten in der Nähe meiner Wohngruppe.“
Was empfiehlst du andern, die sich für ein BFD interessieren?
„Andere Kulturen kennenzulernen und seinen Beitrag zugunsten der Gesellschaft zu leisten ist sehr wichtig und sollte bei jedem Menschen eine wichtige Rolle spielen, denn nur so schaffen wir es, unser Verständnis gegenüber ungewohntem aufzubauen. Wir alle können voneinander Lernen und uns Helfen und das ohne immer eine Gegenleistung erwarten zu müssen.“